Kommentar von Frank Meier aus Zernsdorf zum offenen Brief an Wulff aus Freidrichshagen

Hallo Müggelsee-Fluglärm-Freiheits-Kämpfer,
Hallo Herr Behrbohm, Hallo Herr Haußmann, Hallo Frau Loos, Hallo Herr Hübchen, ein toller offener Brief an Herrn Wulff, den Sie da verfasst haben. Toll dahingehend, dass auch Sie endlich Ihr wahres Gesicht offenbaren. Ich bedauere an den Demonstrationen am Müggelsse und am Bundeskanzleramt teilgenommen zu haben. Denn ich habe ja nur für Sie, d.h. die Müggelsee-Region gekämpft. Dachte ich doch bis zu Ihrem offenen Brief, dass es um alle betroffenen Regionen ging und geht.Nun ist der Müggelsee-Schleier gefallen, geht es Ihnen doch einzig und allein um die Müggelseeroute. Sie sind nicht besser als die Wannsee-Streiter. Sie haben nur noch eins draufgelegt, Sie haben andere für sich auf die Straße gerufen und benutzt. Sie interessiert tatsächlich nur der Müggelsee-Bereich. Die Nachbar-Regionen sind Ihnen völlig egal, außer, wenn Sie die Menschen der anderen Regionen wie Ihre Marionetten in Ihrer Müggelsee-Strategie benutzen können. Sie sind nicht besser als Wowereit und Platzeck.
Wenn Sie die Flieger , weg von sich, über die Gosener Wiesen gesandt haben, wird vermutlich ein verschmitztes Lächeln auf Ihren Gesichern erscheinen, so wie auf den Gesichtern Ihres Wannseer Spiegelbildes.
Sie sind keine Mitstreiter. Sie sind Verräter an den anderen Regionen. Gern dürfen Sie auch diesen Brief  veröffentlichen.

Frank Meier
Zernsdorf

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten auf Kommentar von Frank Meier aus Zernsdorf zum offenen Brief an Wulff aus Freidrichshagen

  1. M.K. sagt:

    Hallo Herr Meier,

    Ich kann mich sehr gut in Ihre Lage versetzen und verstehe Ihre persönlichen Emotionen sehr gut.

    Leider ist es so, dass man diesen Flughafen nicht bekämpfen kann, in dem man seine Maschinen fliegen lässt, wie es seine Macher gerne möchten und wie es am günstigsten für die Fluggesellschaften ist! Leider ist dieser Flughafen nur so zu bekämpfen, indem man ihn da angreift, wo er seine größten Schwächen zeigt und die liegen in der Regel dann im Bereich der Flugrouten, denn der Flughafen selbst (ohne startende u. landende Flugzeuge) stört ja nicht.

    Glauben Sie nicht, dass die Unterzeichner nicht wüssten, dass die Flugrouten nicht jeder Zeit verlegt werden können und dass eine Verlegung spätestens dann ansteht, wenn eine 3. Start- u. Landebahn gebaut wird. Und glauben Sie bitte nicht, dass Sie nicht spätestens dann ebenfalls, durch die startenden Flugzeuge betroffen sind, egal, wie heute die Flugrouten verlaufen.

    Deshalb kann man diesen Flughafen nur rechtlich bekämpfen (das hat bisher leider nicht geklappt) oder durch Widerstand im Bereich seiner Auswirkungen. Mittels Widerstand muss dieser Flughafen so eingeschränkt werden, dass seine Betreiber/Eigner selbst auf den Gedanken kommen einen ersetzenden/ergänzenden Standort zu bauen. Gelingt das nicht, lieber Herr Meier, dann ist sowohl Ihre Heimat, als auch unsere Heimat zerstört!

    Einengung des Flughafens nur durch „der Standort ist falsch-Rufe“ gelingt leider nicht. Ich finde es auch schade, dass es nicht so geradlinig geht.

    Ich bin überzeugt davon, dass man eine Chance hat, die Verantwortlichen zu zwingen, nach Alternativlösungen im Standortbereich zu suchen, wenn man es schafft, dem Flughafen die Müggelseeroute durch harten Protest abzuschneiden. Gelingt dieses nicht, dann müssen wir wohl beide unsere Heimat verlassen – ich zumindest werde dieses dann voraussichtlich tun.

    Gern komme ich im Übrigen auch zu einer Protestdemonstration gegen den Flughafen nach Zernsdorf. Als Wassersportler und Radfahrer kenne ich das herrlich gelegene Zernsdorf gut. Bitte geben Sie mir Bescheid, wenn eine solche ansteht!

    Im Übrigen stehen wir auf der gleichen Seite, uns eint der Kampf gegen den Fluglärm. Ich bin davon überzeugt, dass unser beider Feind auf der anderen Seite steht!

    Mit besten Grüßen

    M.K.
    Friedrichshagen

    • Bündnis Südost sagt:

      Lieber Manfred Kurz,

      wenn sich keiner traut den Standort Schönefeld in Frage zu stellen, wie sollte die Politik dann auf die Idee kommen, dass der Standort unmenschlich und verkehrt ist. An diesem Standort gab es schließlich noch nie eine humane Dimension!

      • admin sagt:

        Da am Ende sowieso nich das herauskommt, was man gerne hätte (sondern weniger), sollte man in seinen Forderungen nicht zu bescheiden sein.

  2. Lärmstadt Erkner sagt:

    M.K.
    Sie glauben an eine Einschränkung und/oder Alternativlösungen, indem die Müggelseeroute nach Gosen verlegt wird?????????? Dem FBS ist es scheißegal wo langgeflogen wird. Flugroutenschieberei ist politisch gewollt und lenkt nur von den eigentl. Problemen ab.

    Ich glaube, es würde sich kein Müggelseebewohner mehr auf irgend einer Demo sehen lassen und der Widerstand geht, zumindest in Ihrer Region, kompl. flöten.

    Und… Sie könnten natürlich in Ihrem Haus wohnen bleiben. Dann können Sie Ihren Wassersport (wahrscheinlich mit einem Motorboot) weiter betreiben. Have fun.

    Sorry, aber da kringeln sich bei mir die Nägel.
    Warum tragen die Friedrichshagener und VIP´s nicht ihr Päckl wie andere auch und konzentrieren sich auf die Standortfrage. Genug Geld und Menschen sind ja offensichtl. vorhanden.

    MfG

    STOPP BER

    • Bündnis Südost sagt:

      Werte Mitstreiter aus Erkner,

      die Friedrichshagener haben mit ihren bemerkenswerten 18 Demonstrationen einen kontinuierlichen Protest erzeugt, der auch den Standortgegnern zugute kommt. Die Sache bleibt am köcheln, die Mitmenschen interessieren und informieren sich. So ist Toleranz für die (noch) nicht so absolut Denkenden zwingend angeraten und persönliche Verletzungen und Unterstellungen höflichst zu unterlassen. Konstruktive Vorschläge/ Kritik hingegen ist stets
      erwünscht.

      Vielen Dank!

      • Lärmstadt Erkner sagt:

        Hallo,

        ich denke nicht, dass die Montagsdemos viel zur Sensibilisierung
        Nichtlärmbetroffener gegen den Standort beitragen. Wie in den Medien immer wieder dargestellt und wie ich auch durch Gespräche mit vielen Berlinern (im Kundendienst) erfahre, wird das Problem Müggelseeroute oft höher bewertet als der BER selbst.

        Natürlich muss jeder für seine Region kämpfen, auch mit allen leg. Mitteln. Da aber Routenverschiebungen immer andere belasten, wehren die sich, wenn auch teils nur in kleinem Rahmen, wie hier zu Antworten. Beleidigungen sind nicht beabsichtigt, Unterstellungen meist auch nicht.

        MfG

    • Montagsdemo sagt:

      Ihrer Aussage, dass es dem FBS scheißegal ist, wo langgeflogen wird, muss ich klar widersprechen.
      Auch hinsichtlich der Flugrouten und des Flugregimes werden klar wirtschaftliche Gesichtspunkte in den Vordergrund gestellt. Alle anderen Aussagen, die immer wieder ins Spiel gebracht werden, wie z.B. Lärmschutz, Anzahl der Betroffenen, Doppelbelastungen etc. werden -wenn überhaupt- nur nachrangig betrachtet.
      Gerade das immer so viel zitierte Thema, dass es der DFS bei der Kreation der Müggelseeroute um die Vermeidung von Doppelbelastungen geht, ist unlogisch. Wenn das so wäre, hätten wir im Herbst letzten Jahres bei der ersten Vorstellung der Flugrouten zwei abknickende Routen auf der Nordbahn gehabt, 1x im Westen und 1x im Osten. Denn das Kriterium hätte damals genauso gegolten. Und wir hätten jetzt zwei abknickende Flugrouten, 1x im Westen und 1x im Osten. Denn das Kriterium würde jetzt genauso gelten. Haben wir aber nicht.
      Dann haben wir ja auch noch das Kriterium, dass so wenig Menschen wie möglich belastet werden sollen. Die DFS sucht sich jetzt aus, was sie für ihre Argumentation braucht. Richtung Westen wird nicht nach Norden abgeknickt, da das Kriterium, so wenig Menschen wie möglich zu belasten angewendet wird (obwohl ja Blankenfelde ohne Zweifel die von allen stärkste Doppelbelastung hat und zudem auch noch verhältnismäßig dicht besiedelt ist). Im Osten passt ihnen für ihr FLugregime die andere Begründung besser, da zieht man das Argument der Doppelbelastung für Erkner als Begründung aus dem Kescher.
      Wenn die DFS, als diejenige Behörde, die nachher mit ihrem Lotsenkapital den Ablauf der FLugbewegungen steuern muss, auch diejenigen sind, die die Flugrouten festlegen: Nach welchen Kriterien werden da wohl die Routen kreiert?
      Diese Frage muss sich auch für Lärmstadt Erkner einfach beantworten lassen. Natürlich auch vor dem Hintergrund, dass eine Privatisierung der DFS schon seit langem im Raum steht und da die Zahlen stimmen müssen. Wir alle erinnern uns noch gut an die Vorbereitungen der Deutschen Bahn für Ihre Privatisierung.
      Warum soll die Müggelseeroute für Erkner, bei der es weiterhin von 55, zum Teil schweren Maschinen überflogen wird, eine größere Entlastung sein, als eine Route, bei der alle Maschinen südlich an Erkner vorbeifliegen?

      Ich würde mir wirklich wünschen, dass alle, die nur reden, das Potential und die Aufmerksamkeit nutzen, die derzeit die Demos und Veranstaltungen für unsere gemeinsache Sache bieten. Im übrigen sind die Themen und TEilnehmer der Montagsdemos bunt gemischt, hier ist die Standortfrage regelmäßig Teil der Reden etc. Im Kino Union in Friedrichshagen gab es die Vorstellung des Nachnutzungskonzeptes, Herr Welskopp hat gelesen, Herr Breidbach ist regelmäßig Gast und Redner auf den Montagsdemos… Wer immer noch gebetsmühlenartig das Vorurteil bemüht, die Friedrichshagener beteiligen sich nicht an der Standortdiskussion, der sollte endlich seinen Hintern bewegen und mitmachen und nicht nur von außen draufschauen.
      Und man kann es keiner Bürgerinitiative vorwerfen, wenn sie gegen eine Verlärmung ihrer Heimat protestiert!
      Die Mitleser auf diesen Seiten aus Politik und Wirtschaft reiben sich die Hände vor Freude, wenn sie lesen, wie die Kraft, die wir haben, unnötig kleingeredet wird und wir darüber manchmal den Blick verlieren, wo unser Gegner sitzt.
      Daher meine Bitte: Suchen wir bitte nicht ständig nach Unterschieden und fangen dann an, nur darüber zur reden, sondern richten wir im gemeinsamen Handeln unsere Kraft und den Blick auf die Gemeinsamkeiten im Sinne der Sache!!!

  3. Lärmstadt Erkner sagt:

    Hallo Montagsdemo,
    “Warum soll die Müggelseeroute für Erkner, bei der es weiterhin von 55, zum Teil schweren Maschinen überflogen wird, eine größere Entlastung sein, als eine Route, bei der alle Maschinen südlich an Erkner vorbeifliegen?”

    Kann ich Ihnen sagen.
    Weil Erkner direkt an den Gosener Wiesen liegt und 170 Maschinen mehr sind als 55.
    Ich wohne hier und schon heute wird bei Ostwind die Gosenroute geflogen. Das Argument der Doppelbelastung für Erkner, Gosen etc. ist, ob nun zum Vorteil für DFS und Konsorten genutzt oder nicht, RICHTIG.

    Wir sehen unsere “Hintern” in Schönefeld und Berlin.

    MfG

    • Montagsdemo sagt:

      Hallo Erkneraner,
      Ein Ausläufer von Erkner grenzt auch an die Gosener Wiesen. Das stimmt. Aber der weitaus größere Teil von Erkner ist deutlich weiter weg und somit weniger belastet als bei der Route 24, die komplett über den Ort verläuft. In den Einfluss der Route 24 kommen neben Erkner auch Hessenwinkel und ein sehr großer Teil von Müggelheim.

      Warum haben sowohl die Stadt Erkner als auch der Landkreis in der Fluglärmkommission immer wieder die Alternative 14 über die Gosener Wiesen und nicht die Route 25/21 (Müggelseeroute) mit der damit verbundenen Route 24 direkt über Erkner gefordert? Die Erkneraner, die ich gesprochen habe, sprechen sich gegen die Routenkombination 25/24 aus.
      Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Erkner in dieser Frage sehr gespalten ist, je nachdem, in welchem Teil von Erkner (südlich oder nördlich des Dämeritzsees) jeweils gewohnt wird.
      Aber eigentlich wollte ich in meinem ersten Kommentar insbesondere das Bewusstsein darauf lenken, dass die Aussagen der DFS für die Begründungen der einzelnen Routenvorschläge absolut willkürlich und für Ost- und Westrichtung diametral entgegengesetzt und damit komplett widersprüchlich sind und einzig und allein dem Ziel eines wirtschaftlichen Betriebes gelten. Und dies leider auch schon vorbereitend auf mögliche Kapazitätssteigerungen.
      Das Argument der Doppelbelastung ist der DFS völlig egal.

  4. Fluglärm sagt:

    Dem ist nicht so. Auch Erkner hat mittlerweile erkannt, dass die “Gosener Wiesen” Route zum Nachteil der Stadt gereiche. Einfach mal informieren. Erkner unterstützt ebenso die Müggelseeroute! Übrigens genau wie Schöneiche!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>