„Hartmut Mehdorn wurde am 31. Juli 1942 in Warschau geboren. Nach dem Krieg kam er 1953 nach Berlin. Dort besuchte er die Oberschule, es folgte ein Maschinenbaustudium.
Von 1966 bis 1995 war Mehdorn zunächst Flugzeugentwickler, dann übernahm er Leitungsfunktionen in der Luftfahrtbranche, unter anderem bei der Deutschen Airbus.
Von 1995 bis 1999 war er Vorstandschef der Heidelberger Druckmaschinen AG.
1999 wurde Mehdorn zum Bahnchef berufen. Dort stürzte er 2009 über eine Datenaffäre.
Bei Air Berlin wurde er 2011 Vorstandschef und blieb dort bis Anfang 2013.
Als der vormalige Boss der Fluggesellschaft Air Berlin vor einem Jahr zum neuen Flughafenchef ausgerufen wurde, da hatte Christian Görke über Mehdorn gesagt: »Er hat den Charme eines Bulldozers.« Diesen Eindruck sieht Görke mittlerweile bestätigt. Viel angedacht und angefangen hat der eigentlich sehr erfahrene Manager, aber offensichtlich wenig zu Ende gedacht und vor allem nichts zu Ende gebracht. »Wir haben gemerkt, es gab im letzten Jahr viele Sprintversuche. Doch man muss sich möglicherweise eingestehen, dass es ein Marathonlauf wird«, frotzelt der Finanzminister am Freitag gegenüber »neues deutschland«.
Als die Personalie am 8. März 2013 bekannt wurde, gossen Kommentatoren beim Kurznachrichtendienst »Twitter« kübelweise Hohn und Spott über den inzwischen 71-Jährigen Hartmut Mehdorn aus.“
Quelle: neues-deutschland



