Zur Beratung im Haushaltsausschuss (Januar 2017) verschwieg der Regierende Bürgermeister Müller (SPD) den nicht zu haltenden Eröffnungstermin am BER

Was weiß Michael Müller über die BER-Probleme?

Seit mehr als einem Jahr arbeiten Mitarbeiter der Senatskanzlei auf der BER-Baustelle, doch das Frühwarnsysteme versagte offenbar. Spätestens im Spätsommer kam die Türenproblematik am Flughafen auf den Tisch.

Der Regierende Bürgermeister in Erklärungsnot. Auf der SPD-Fraktionsklausur am Wochenende hatte sich Müller von den massiven Tür-Problemen überrascht gezeigt: „Es kann nicht sein, dass man immer erst über Probleme redet, wenn sie da sind.“ Auf der Abgeordnetenhaus-Sitzung am Donnerstag behauptete er: Zwar seien die Türen im Aufsichtsrat am 2. Dezember ein Thema gewesen, aber als nicht eröffnungskritisch bewertet worden. Erst danach hätte ihm Berlins Flughafen-Koordinator Engelbert Lütke Daldrup (60, SPD) gesagt, dass das Problem größer sei.

Bis jetzt war aber kaum bekannt: Seit mehr als einem Jahr nehmen zwei Mitarbeiter der Senatskanzlei als Frühwarnsystem für Müller vor Ort am sogenannten Lenkungskreis Bau teil. Auf dieser Besprechung, die jeden Donnerstag von 8–12 Uhr mit allen wichtigen Planern, Firmen und Managern stattfindet, wird über die aktuelle Lage in allen Bereichen der Baustelle diskutiert.

Bereits im Frühjahr wurde Bosch zu Schnelligkeit gemahnt

So hätte auch den Senatskanzlei-Mitarbeitern ab Frühjahr klarer werden müssen, dass das Bausoll zunimmt und der Terminplan nicht zu halten ist. So wurde bei den Türen bereits im März die für die Steuerung verantwortliche Firma Bosch angemahnt, schneller fertig zu werden. Bosch verwies auf die bis zuletzt fehlende Ausführungsplanung der Flughafengesellschaft.

Ein hochrangiger Teilnehmer zur B.Z.: „Spätestens seit Spätsommer wurde in der Donnerstagsrunde das Thema Türen intensiv behandelt“. Denn solange sie nicht funktionieren, gibt es keine Genehmigung für die Entrauchungsanlage – und damit für den BER-Start.

Doch Müllers Frühwarnsystem versagte offenbar. Trotz Terminabsage durch Mühlenfeld am 12. Januar wurde sogar auf der Abgeordnetenhaus-Sitzung am 12. und im Haushaltsauschuss am 18. Januar (dort ging es um eine 400-Millionen-Spritze für die Flughafengesellschaft), die Verschiebung nicht angesprochen. Auf B.Z.-Anfrage sagt Lütke Daldrup, im Lenkungskreis Bau würden nicht alle Bau-Themen besprochen und die beiden Mitarbeiter der Flughafenkoordiation keine regelmäßigen Protokolle führen.

Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/was-weiss-michael-mueller-ueber-die-ber-probleme
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